Wie bekommt ein Micro-Lesson-Video automatisch Untertitel? Drei Routen im Kostenvergleich
2026-10-20 · 6 Min. Lesezeit
Micro-Lesson-Untertitel haben drei Routen: Auto-Erkennung im Editor (Tippen gespart, Korrektur nicht), Untertitel nach der Aufnahme (teuerste Nacharbeit) und Untertitel direkt aus dem Skript (kein Erkennungsfehler, ein geänderter Satz heißt nur eine Seite neu). Wenn die Unterlagen schon existieren, ist die dritte Route insgesamt am günstigsten.
Eine 15-Minuten-Micro-Lesson braucht für Untertitel von Hand meist ein bis zwei Stunden: Satz abspielen, Pause, Satz tippen, Timeline ziehen. Richtig mühsam wird es bei Skriptänderungen — ein geänderter Satz und die ganzen Untertitel müssen neu ausgerichtet werden.
Untertitel sollten kein Post-Production-Schritt sein. Wenn das Video ohnehin aus dem Skript entsteht, sollten die Untertitel an demselben Skript wachsen. Dieser Artikel rechnet die drei Routen auseinander.
Warum Untertitel nicht mehr optional sind
Drei Gründe, unabhängig von «sieht gut aus»:
- Abschlussquote: Über die Hälfte der Wissensvideos startet stumm — ohne Untertitel gibt es keinen Inhalt.
- Review und Compliance: In den Review-Kriterien für Premium- und Micro-Lesson-Wettbewerbe sind Untertitel fast Standard; Kursplattformen verlangen sie meist.
- Suche und Empfehlung: Untertitel-Text ist der direkte Beleg dafür, dass die Plattform «versteht, worum es geht» — Titel und Tags erraten deine Wissenspunkte nicht.
Route 1: Auto-Untertitel im Editor
CapCut und Premiere haben «Untertitel erkennen», im Kern Spracherkennung (ASR): erst der Ton, dann wandelt das Modell Stimme in Text.
Es spart das Tippen, nicht das Korrekturlesen und Ausrichten. Fachbegrücke sind die Katastrophe — aus der einen Transformation wird schnell die andere, aus Grenznutzen editierter Nutzen; die Zeit für satzweises Korrigieren ist oft so lang wie von Hand zu tippen.
Versprecher, Pausen und Füllwörter werden ebenfalls 1:1 transkribiert — vorher muss der Ton geschnitten werden.
Route 2: Aufnahme + Untertitel danach
Erst mit Keynote oder PowerPoint den Screen aufnehmen, dann das ganze Video in den Editor zum Untertiteln ziehen. Der Ablauf ist der vertrauteste, die Probleme konzentriertesten: zwei Tools, zweimal Import und Export, asynchrones Bild-Ton von Hand reparieren.
Die echten Kosten dieser Route sind nicht die Tool-Gebühr, sondern die Nacharbeit — ändert sich eine Seite der Unterlagen, muss neu aufgenommen, neu untertitelt und neu exportiert werden. Zwei bis drei Stunden pro Durchgang, drei Videos pro Woche sind über zehn Stunden.
Route 3: Untertitel direkt aus dem Skript erzeugen
Die Reihenfolge der dritten Route ist umgekehrt: erst das Skript, aus demselben Skript entstehen Vertonung und Untertitel. Untertitel werden nicht «gehört», sondern «geschrieben» — satzweise natürlich ausgerichtet, kein Erkennungsfehler.
In SlideTalk schreibt die KI nach dem Import der PPT seitenweise das Skript; du feilst es und lässt vertonen, die Untertitel werden aus dem Skript in kurze, semantisch sichere Segmente geschnitten und ins Bild gebrannt. Deutsch hat kein Leerzeichen-Problem, lange Sätze brechen an Sinngrenzen — kein «Fourier» wird zur «Fou-rier-Katastrophe».
Es gibt 5 Untertitel-Presets (inklusive Großschrift für Kurzvideos) plus eine .srt-Datei für die zweite Bearbeitung oder den Upload auf Kursplattformen.
Eine Skriptänderung betrifft auch nur diese Seite: Vertonung und Untertitel dieser Seite neu, der Rest bleibt — das schafft kein manuelles Ausrichten.
Wie du unter den drei Routen wählst
Wähle nach dem Zustand deines Materials, nicht nach dem Ruf des Tools:
- Fertiger Film, nur Untertitel fehlen: Auto-Erkennung im Editor, am bequemsten.
- Noch in der Aufnahme-Phase, gelegentliche Videos: Aufnahme plus Nachbearbeitung reicht.
- Unterlagen fertig, stabile Produktion, Skriptänderungen: Untertitel aus dem Skript, geringste Nacharbeit.
- Chinesisch/Englisch bilinguale Untertitel: der KI beim Schreiben Englisch oder bilingual vorgeben, die Untertitel folgen der Vertonung — halb so lang wie nachträglich übersetzen und ausrichten.
Kosten und häufige Fragen
Untertitel werden nicht separat abgerechnet: Skript 1 Kredit/Seite, Vertonung 1 Kredit/10 Zeichen, die Untertitel kommen mit der Vertonung; eine 10-Seiten-Micro-Lesson ca. 352 Kredite (ca. 0,58 €), 600 Kredite zur Registrierung. Export, Rendern und Skriptänderungen kosten nichts extra, siehe Preise.
Der komplette Ablauf für Lehrkräfte steht unter Lehrkräfte & Micro-Lessons, der Weg von den Unterlagen zum Film unter Wie wird aus einer PPT ein Micro-Lesson-Video.